lost-my-brain

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Streit; Tränen fließen, Worte fallen, rausgeschubst, ins Zimmer gelaufen, Tür zu, Tränen weg, Gitarre schnappen und raus.

Die Luft ist kühl, doch friere ich nicht. Ich atme das Leben ein, atme es aus und lasse die Nachricht in mir. Die Sonne wärmt mich und lässt mein Herz erblühen. Der Schnee weicht und lässt den ersten Grashalmen den Platz, die von der großen hellen Scheibe ins Spotlight gerückt werden.
Ich schließe die Augen und setze mich hin. Eine Hand auf den Boden. Ich spüre die Erde, wie sie arbeitet. Ich höre das raschelnde Laub, kämpfende Äste um wärmende Sonne, Vögel, die ihr Frühlingslied zum Besten geben.
Ich gehöre zu diesem großen Ganzen und bin dankbar dafür, dass mich die Natur annimmt. Noch vor kurzer Zeit waren andere Schatten mit mir hier, die meinen Weg nun nicht mehr teilen oder ganz gegangen sind. Ich trauere nicht. Es ist okay so, wie es ist.
Ich trage für sie die Sonne im Herzen und gebe sie an die Leute, die sie brauchen. Für Leute mit einem schlechten Tag, mit bösen Nachrichten oder Dunkelheit. Ich gebe diese Flamme in mir an Leute mit Leid, Problemen.
Ich gebe dieses Licht an dich.
27.1.17 16:26


Was würde ich mit einem Lottogewinn machen?

Ein Mensch hat viele Träume. Doch einer ist stärker als jeder andere.

Der Traum von Freiheit.

Nun, zuerst würde ich mir einen Wolfshund kaufen, vielleicht auch einen handaufgezogenen Raben. Dann nur das nötigste einpacken, einen Jeep mieten und mit ein paar engen Freunden los. An alle Orte, die ich sehen will. Finnland, Polen, Japan, Amsterdam, Island, vielleicht auch warme Gegenden.
Abends sitzen wir dann am Feuer, erzählen Geschichten, lachen. Ich begleite alles mit Gitarre und Buch, schreibe mein Leben nieder. Ich will meine Freude und mein Leid teilen. Ich will mit den anderen lachen, weinen, streiten, versöhnen. Ich will Bilder machen, vom Regen mich berieseln lassen. Ich will die Erde spüren, die Sterne sehen, die Polarlichter anschauen, Tiere beobachten. Ich will die Welt sehen, spüren, riechen, festhalten und sichern. Ich würde leben, jeden Atemzug genießen. Und wenn ich heimweh habe, komme ich zurück.
Dann ist der große Traum vorbei und das Zahnrad der Zeit schleppt mich wieder mit. Doch die Welt bleibt dennoch stehen.
25.1.17 00:41


'Habe ich das gerade wirklich getan?', flüsterte sie leise und schaute dem huschenden Schatten von großer Statur hinterher, der vom Schnee langsam verschluckt wurde. Sie legte sich ins Bett und seufzte tief. Auf diese Ebene sollte das ganze nie sein. Es war okay, dass es immer einseitig war. Aber nun? Nun war es das nicht mehr - oder doch? Oder benutzte er sie nur? Was war sie für ihn?
Sie rappelte sich auf und ging nach draußen, schaute den zugeschneiten Spuren vergangener Nacht hinterher.
Was für eine wundersame Welt. Traum und Realität sind zwei Geister, die wie Schneeflocken in dem Moment um sie herumschwirrten und die Welt stand wieder still.

15.1.17 18:04


Der Tod ist nicht der größte Verlust im Leben. Der größte Verlust ist das, was in uns stirbt, während wir leben.
15.1.17 16:38




Jemand, den ich liebte, schenkte mir mal eine Kiste voll Dunkelheit. Ich brauchte Jahre, um zu verstehen, dass auch das ein Geschenk war.
15.1.17 16:38


1.1.17 00:00


Schlechte Wortspiele, Memes und ein leuchtender Himmel

Ich habe gestern einen Silvester Test gemacht. Dort stand, zwischen vielen sehr schlechten Wortspielen wie 'steil wie Bergsteiger', dass ich dem vergangenen Jahr mit einem großen Knall ade sagen werde und drunk ende. Mit einem von beiden hat dieses komische Quiz sogar recht gehabt, denke ich.
Außerdem hat jemand was ziemlich interessantes geäußert, wo ich bewusst keinen Müll zu gegeben hab. 'In diesem Jahr ist nichts passiert, rein gar nichts gutes.'
Normalerweise hätte ich da direkt zugestimmt und über das Leben, das Universum und generell alles geweint - doch ich konnte nicht.
Denn es gab tatsächlich gute Sachen. Sehr gute sogar. Und auch, wenn sie teils ein Ende haben, wenn ich oft am Boden lag und wie alle anderen über die verstorbenen Persönlichkeiten und Freunde weine - es war gut.
Ohne Leid würden wir nicht wissen, was Freude ist, richtig?
Ich habe eine ziemlich lange, glückliche Beziehung geführt. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Wölfe gesehen! Außerdem habe ich die 11. Klasse und somit meine langen Praktika hinter mich gebracht - und das mit Erfolg, wie ich meinen darf. Ich habe mit meinem Freund eine schöne Zeit auf unserem Campingplatz verbracht, ich habe zum ersten Mal von Alkohol gekotzt, ich habe viele neue Leute kennengelernt, die ich nun nicht mehr missen will und ich war auf 3 Konzerten.
Im Nachhinein frage ich mich, wie viel Geld ich wohl für das Jahr ausgegeben habe.
Naja, weiter!
Van Canto, Billy Talent und Avantasia, mit super Menschen, die ich sehr schnell ins Herz geschlossen habe. Ich habe wieder mehr Gitarre gespielt und das sogar gar nicht mal so schlecht. Am PC kann ich nun auch viel besser zeichnen und nun macht es mir auch Spaß. Ich war im Dino-Park, wo ich damals so gerne war. Und er ist noch immer so cool geblieben wie früher. Ich war auf Messen, in der Uni, an schönen Orten - Habe gelebt und bin gestorben. Ich habe das Universum an manchen Tagen bewegt und in der nächsten Sekunde stand es wieder still. Ich habe gelacht, geweint, geflucht, gefleht, verdammt, geliebt und gelebt.

Das klingt vielleicht im ersten Moment ziemlich viel. Für mich klingt es nach einem super Leben und vielleicht ist es das auch. Doch auf 366 Tage verteilt war es wohl ein Schrei im Nichts, ein kleiner Funken in der Dunkelheit. Doch ich sage das mit der größten Zuneigung zu diesem Jahr. Denn egal wie klein und unbedeutend die Höhen schienen - sie waren da, und sie waren innig und intensiv. Ich träume mich an alle schönen Orte zurück, an denen ich war. Ich fliege quasi über 2016 hinweg. Ich sehe meine Familie, wie wir lachen, wie wir weinen, wie wir leben. Ich sehe, wie ich gute Noten schreibe und schlechte. Ich sehe, wie mein Freund und ich uns lieben und wie ich schluss mache. Ich sehe, wie ich mit Freunden treffe und wie ich mich streite. Doch alles hat ein  Ende. Und in meinen Fällen war es eigentlich immer gut.

Der Tod ist die Schwelle zum Leben
Das Elend ist der Weg zur Schönheit
Die Dunkelheit ist das Tor zum Licht.

Heute Abend werde ich noch einmal einen Wunsch in den Himmel schicken und dem Jahr ade sagen. Ich werde für einen Moment zu den Sternen gehen und mit ihnen tanzen. Ob ich mir was für das neue Jahr vorgenommen habe oder mir was wünsche? Naja, tatsächlich schon.

Leben


Frohes Neues Jahr!

Ich hoffe, wir treffen uns nächstes Jahr hier wieder.

For auld lang syne, my dear
For auld lang syne

We'll take a cup o'kindness yet
For auld lang syne

1.1.17 00:00


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