lost-my-brain

lost-my-brain










Links












Die Leoniden! So viele Sterne am Himmel. Ich spürte keine Kälte. Ich spürte keine Angst. Ich schaute nach oben und sah eine Sternschnuppe.
Die ganze Zeit konnte ich nur an eine Person denken. Eine Person, dank der ich jeden Tag einfach nur glücklich bin. Ich gab ihr mein Herz und mein Leben und ich bereue es keinen Tag. Ich freue mich schon, wenn sie wieder bei mir sein kann. Wisst ihr, diese Person hat so schöne Augen und ein Lachen, dass einen direkt zum lächeln bringt. Meine Liebe zu ihr ist tausend mal so viel wie zu den Sternen. Und ich wünschte, wir hätten dieses Spektakel zusammen bewundern können. Aber nächstes Jahr ist er da. Legt seine warmen Arme wieder um mich und ich kann mich sicher fühlen. Ich wusste lange nicht, wie schön Liebe sein kann. Aber es ist ein wundervolles Gefühl. Der Gedanke an ihn lässt mein Herz erblühen und bei jedem getippten Wort, kommt mir nur lächeln auf die Lippen.
Ich liebe es am Leben zu sein und ich liebe es, mit ihm zusammen zu leben. Zwei Herzen schlagen wie eins und tausend Sterne schauen uns zu.
Wenn du das liest.. irgendwann. Ich liebe dich. Über alles. Das musste ich einfach mal los werden, nach so viel Trauer in mir. Für jeden kommt die Zeit, in der man einfach nur das Leben genießen darf. Und ich danke diesem einen Menschen dafür. Danke.
19.11.17 00:51




Too often, it is easy to forget that which we cannot see.
12.8.17 00:26


Wie es mir heute geht? Ich weiß es nicht. Ich glaube, ich weiß wieder, warum ich versuche, Leute zu schützen, indem ich untertauche und den Kontakt abbreche. Wenn mir eine Person viel bedeutet, begebe ich mich auf ihre Ebene. Widme ihr mein Leben und mein Dasein. Und manche Leute, wissen nicht was sie tun, wenn sie anders sind. Wenn sie sich komisch verhalten. Und ich gebe ihnen nicht die Schuld dafür, dass mich das mitnimmt und beeinflusst, nein. Ich gebe mir die Schuld, dass ich so bin, wie ich bin. Denn ich hasse es.

Meine Mutter ist wieder in der Klinik und hat bei unserem Besuch nur geweint und gesagt, dass sie raus wolle. Sie wollte sogar wie ein kleiner Hund, den wir gerade ins Heim gegeben haben ins Auto mit und nach Hause. Ich denke, sie haben ihr nun höhere Medikamente gegeben, denn nachdem sie aus dem Arztzimmer kam, war sie ein wenig ruhiger und müde. Ich hoffe, dass es ihr gut tut letztendlich. Ich will keine normale Familie mehr, um Gottes Willen, nein. Aber ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren wenn ich weiß, dass einen Raum unter mir meine Mutter sitzt und den ganzen Tag weint.
Nun und jetzt geht es mir auch wieder schlechter. Ich weiß nicht, was mit ihm los ist. Ich habe das Gefühl, dass ich egal bin und alles falsch mache. Dass er mit mir nicht umgehen kann, was viele nicht können. Nicht mal ich selbst. Und ich weiß, dass es mir das Herz zerreißen wird, wenn sich das nicht ändert. Ich habe wieder das Gefühl, dass ich ihn schützen muss. Dass ich gehen muss. Ganz gehen. Dabei lief es doch alles jetzt so gut. Dabei war doch alles okay. Ich habe mir den ganzen Tag nun vorwürfe gemacht, überall geschaut und gefragt, ob er da ist und ob er sich anders benimmt um zu schauen, ob es ihm schlecht geht oder ich schuld bin. Vielleicht mache ich mir wieder zu viele Gedanken aber so bin ich eben und ich wünschte, ich könnte meinen Kopf ausschalten. Ich wünschte, ich könnte wieder durchschlafen. Ich wünschte, ich würde im See schwimmen und langsam versinken.

Ich habe mein Handy ausgeschaltet. Ich denke, es ist besser, wenn man Ruhe vor mir hat und ich niemanden mehr schreiben kann fürs erste. Ich denke, ich gehe jetzt erstmal raus und schaue mir einen Film an oder so. An unserem Tag. Fuck.

3.8.17 20:58


Ich merke immer wieder, wie schnell ich mich vor allem verschließe. Kann dann nichts mehr machen, bin nicht mehr ansprechbar, bin einfach weg. Vielleicht bin ich in dem Moment gerade in den Lüften. Ein Vogel, der seine Beute jagt und vom Wind hin und her geschubst wird. Vielleicht bin ich aber auch die kleine Maus, die gerade um ihr Leben rennt.Ich bin möglicherweise der Wind, der Weg, der große Baum am Ende der Straße, der für so viele ein Zuhause ist. Als ich die Augen wieder öffnete, stand ich schon an diesem einen Feld. Dort, wo die Welt ein eigenes Lied singt und dich auffordert, ein wenig mitzusingen. Der Wind spielt mit deinen Sorgen und Ängsten, bis du diesen Platz verlassen musst. Er lehrte dir, dass du die schlechten Menschen ziehen lassen musst und die, für die es Zeit war zu gehen. Er erklärt, dass alle nun auf verschiedenen Böen mit ihm wehen und so immer eine gute Spur hinterlassen. Manche sind voller Wut und pusten Menschen und Häuser um, andere bringen uns die nötige Energie und helfen uns bei der Saat. Er lockte mich schon oft und bat darum, dass ich auch zu ihm komme; doch ich lehnte ab. An Tagen wie diesen wünsche ich mir, dass ich nicht abgelehnt hätte. In dem Moment wachte ich auf und stand am Bahnhof, wo mein nächster Zug in Richtung Wunstorf ging.
16.6.17 07:31


Nun bin ich schon seit 7 Wochen oder so in der Klinik. Sobald ich daheim bin, geraten Mama und ich aneinander. Ich wünsche mich gerade zurück auf meine Station in mein Zimmer, auch, wenn über dieser Psychiatrie ein düsterer Schleier hängt, seit jenem Tag..

Es war ein sonniger Donnerstag Morgen. Kinder spielten im Park, Patienten sonnten sich
und ein Mädchen brachte sich um.
14.5.17 11:52


19

Happy Birthday to me
17.3.17 11:28


Manchmal wünsche ich mir, so viel Älter zu sein. Ich möchte viel Erfahrung gesammelt haben und im Schaukelstuhl auf der Terasse meinen Lebtag genießen. Ich möchte sehen, wie mein Mann gerade auf die Leiter klettert und Kirschen pflückt und der Hund sich im Grase jagt. Oder wo ich genug gespart habe, um mit meiner Liebe Finnland und Amsterdam zu besuchen.
Während ich diesen Text schreibe, sitze ich im Garten am Teich und schaue den Fischen zu, wie sie lustige Blasen an der Wasseroberfläche hinterlassen. Die dichten Gräser kitzeln manchmal ein wenig und die Luft ist frisch und angenehm - es ist Frühling.
Meine Katze sitzt auf dem Zaun und schaut wie ein Löwe über ihr Reich. Es war mir schon immer ein Geheimnis, wie sie dort sitzen kann, auf den spitzen Pfeilern. Im Hintergrund höre ich die sanften Klänge von Ólafur Arnalds, die mit dem Wind verschmelzen. Zu gern hätte ich nun jemanden hier, der mir ein paar Geschichten erzählt, ein Lagerfeuer macht und Gitarre spielt. Zu gern hätte ich jetzt eine Schulter zum Anlehnen hier, um meine Gedanken frei zu lassen und den Tag zu genießen. Um abzuschalten, die Augen zu schließen und tief durchzuatmen und zu wissen, dass jemand da ist, auf den ich mich verlassen kann. Denn momentan wird mein Kopf von Gedanken zerfressen. Bald steht mein Geburtstag an. Am Freitag werde ich ein Jahr älter. Ob ich dann noch daheim bin? Ich hoffe nicht. Ich stehe auf der Warteliste von der Klinik hier in der Gegend und glaube fest daran, dass mir nun endlich geholfen wird. Ich stehe gefühlt 3 Jahre auf so einer Liste, die nicht existiert und wartete sehnsüchtig darauf, dass ich verstanden werde und Hilfe bekomme. Die Tage werden länger, die Natur erwacht. Und für mich ist hoffentlich auch bald die Zeit, um wieder zu erblühen. Bis dahin kauer ich wohl weiter in meiner kleinen Welt und hoffe inständig, dass mich der Prinz auf weißem Rosse befreit.
12.3.17 16:49


 [eine Seite weiter]

Gratis bloggen bei
myblog.de